Samstag, 5. November 2016
Mit dem Wohnwagen im Winterurlaub
Ich bin leidenschaftlich gerne mit meinem Wohnwagen und meiner Familie im Urlaub. Bald beginnt die Weihnachtszeit und wir sind schon voller Vorfreude, da es bald mit dem Wohnwagen nach Österreich geht. Oftmals ist die Strecke sehr lang, da wir mit dem Wohnwagen nicht schneller als 80 km/h fahren dürfen. Wir fahren gerne in den Morgen hinein, sodass es gegen vier Uhr in der Früh losgeht. Die Kinder werden geweckt und mit ihren Decken und Kuschelkissen ins Auto getragen, wo sie weiterschlafen können. Mein Mann und ich sind schon früh ins Bett gegangen und räumen am Morgen nur noch das Nötigste ein, was am Vorabend nicht mehr erledigt werden konnte.
Wir brauchen bis nach Österreich in den kleinen Ort Kössen ca. zehn Stunden. Eine lange Autofahrt, jedoch wechseln sich mein Mann und ich uns alle zwei Stunden ab, sodass jeder ausreichend Schlaf erhält. Wenn auf der Autobahn besonders viel los ist, fahren wir gerne durch die Dörfer bis zu unserem Ziel. Normalerweise ist dies, auch mit einem Wohnwagen, gut zu durchfahren. Jedoch war vor einigen Jahren ein so starker Winter, dass wir großen Respekt vor den eingefrorenen Wegen und Straßen hatten. Knapp fünf Kilometer mussten wir an einer Schlucht vorbeifahren, die nicht mit einem Geländer abgesichert ist. Diese Straße ich leider keine Einbahnstraße, sodass jederzeit ein Auto, LKW oder sogar Bus entgegen kommen können. Bei jeder Kurve der wir uns näherten musste mein Mann einmal laut hupen, um uns anzukündigen. Ich betrachtete immer die Schlucht auf meiner rechten Seite. Wer weiß wie viele
Unfälle
hier schon passiert sind? Wie viele Autos schon in diese Schlucht gestürzt sind? Rückwärts kann man nicht fahren und es gab auf dem Weg auch keine Ausmündungen, in denen man einem anderen Auto hätte ausweichen können.
Zum Glück ist uns auf diesem Urlaubsweg nichts passiert, jedoch spielt das Gehirn uns gerne mal einen Streich und die Panik stiegt in uns auf, da wir wissen, was passieren könnte. Obwohl der Schnee und das Eis tückisch sind, waren wir von der traumhaften Landschaft im Schnee begeistert und endlich am Ziel. Die Kinder zogen sich umgehend die Schneesachen an und mein Mann und ich konnten in aller Ruhe unseren Wohnwagen für zwei Wochen Urlaub ausstatten, mit Wintervorzelt und allem was dazu gehört. Camping ist und bleibt die schönste Form des Urlaubs mit Kindern.

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